Fédération Internationale des Gentlemen-Riders et des Cavalières

Die Fegentri hat seit ihrer Gründung im Schweizer Galopp-Rennsport einen wichtigen Platz eingenommen und gilt als Aushängeschild für unseren Amateurrennsport. Deshalb lohnt es sich, auf die Gründung und ihre Zielsetzungen einzugehen.

Es bedurfte eines grossen Idealismus und eine Begeisterungsfähigkeit der damaligen Gründungsmitglieder, die Fegentri auf die Beine zu stellen, vorallem wenn man bedenkt, dass die damaligen Herrenreiter keine finanzielle Unterstützung seitens ihrer Landesverbände verfügten. Ebenso fehlten damals die modernen Kommunikationsmittel. Diese Gründungspioniere des Amateurrennsportes versuchten schon damals, nebst den sportlichen Aktivitäten die Idee der internationalen Wettkämpfe zu globalisieren.

Die ersten Kontakte, die letztlich zur Gründung der Fegentri führten, wurden zwischen den Präsidenten der Amateurverbände und einige aktiven Reitern aus Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz bereits 1953 in die Wege geleitet. Der entscheidende Schritt zur Gründung der Fegentri geschah am 19./20. November 1954 im Grand Hotel Dolder in Zürich, wobei als integrierende Kraft Major Jörg Fehr, Ehrenmitglied des SRV amtierte. Diese Sitzung endete mit dem ersten offiziellen Protokoll, welches die Basis zur definitiven Gründung der Fegentri am 5. Februar 1955 in St. Moritz darstellte.

Die 5 Gründernationen wählten Herrn Georges Courtois, Frankreich als ersten Präsidenten der Fegentri, welcher am Gründungstag den "Esprit Fegentri" wie folgt umschrieb:

"Herrenreiter verschiedener Nationen treffen sich in kameradschaftlicher Verbindung, Pferderennen zu bestreiten - und dies mit der Verpflichtung - die Tradition der Moral und Höflichkeit - den Pferderennsport mit Fleiss und Mut auf internationalen Rennplätzen zu betreiben und auch auszubauen."

Der enge Kontakt zwischen den heutigen Fegentri-Delegierten und den aktiven Fegentri-Reiter untereinander zeigt, dass die damalige Zielsetzung heute noch Gültigkeit hat. Die nachstehenden Zahlen beweisen auch, dass die Fegentri eine dynamisch wachsende Organisation im internationalen Pferde-Rennsport darstellt.

Die Fegentri hat mit jährlich 10 Rennen in 5 europäischen Ländern ihre Anfänge genommen. 1999 sind 25 Flach– und 10 Hindernisrennen in 14 Ländern für die Amateure zur Austragung gekommen. Die Damen bestritten 18 Flachrennen in 14 verschiedenen Ländern. Über 150 Amazonen und Amateure aus den heute der Fegentri angeschlossenen Nationen, kämpfen um die Weltmeisterschaft. Seit 1970 reiten auch die Damen um die Goldmedaille der Fegentri.

Zusammenfassend kann die Fegentri auf ein erfolgreiches Bestehen zurückblicken, dennoch braucht es unser aller Einsatz den "Esprit Fegentri" weiter zu verwirklichen und auszubauen


Modus der Fegentri

Reiter Titel Punkte
Die offiziellen WM-Reiter werden von ihren Landverbänden nominiert, bei uns geschieht dies durch den SRV Schweizer Rennreiter-Verband, welcher auch die ausländischen Reiter jeweils einlädt. Unterkunft und Verpflegung für die ausländischen Reiter übernimmt der SRV. Zur Komplettierung des Starterfeldes sind überdies alle Amateure zugelassen, sofern sie schon 5 Siege erzielt haben. Die von der Fédération Internationale de Gentlemen-Rider et Cavalières (Fegentri) durchgeführte Wertmeisterschaft der Amateurrennreiter vergibt je einen Titel an die beste Amazone und an den erfolgreichsten Amateur. In der Wertung der Damen figurieren nur Flachrennen, in derjenigen der Herren nebst Flachrennen auch Hürden, Jagd- und selten Cross-Rennen. Wertungsläufe werden getrennt und finden zur Zeit in Europa und Amerika statt. Die in einem Fegentri-Rennen genannten Pferde werden den Reitern zugelost. Weil aber jeder Teilnehmer im eigenen Land über einen Heimvorteil verfügt, erhält der Reiter einheimischer Bahnen nur die Hälfte der Punktzahl. In Hindernisrennen gibt es für einen Sieg 30 Punkte (15 bei Heimsieg), für die weiteren Plätze 12, 9, 6, 3 und 1. Auf der Flachen ist ein Sieg 20 Punkte wert. Die Plätze geben 8, 6, 4, 2 Punkte.