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Schweizer Rennreiter-Verband (SRV)
Berichte Auslandaufenthalt Pablo Werder, Sophie Nikles, Latisha Huber
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Der Schweizer Rennreiterverband (SRV) bietet, jungen Rennreitern mit Schweizer Amateurrennreiter-, Berufsrennreiter- oder Lehrlingslizenz, die Mitglied des SRV sind, finanzielle Unterstützung in Zusammenhang mit Auslandaufenthalten. Es sollen sowohl Aufenthalte bei anerkannten Rennpferdetrainern als auch Trainingslager oder Kurse für Rennreiter im Ausland unterstützt werden. Bericht Pablo Werder Bonjour à tous! Nach absolvierter Lehre als Berufsrennreiter beim Rennstall Andreas Schärer erhielt ich dank der grosszügigen Unterstützung des Schweizerischen Rennreiterverbandes die Möglichkeit, bei Philippe Decouz in Chantilly, Frankreich - weitere, wertvolle Erfahrungen im Galopprennsport zu sammeln. Dafür bin ich dem Verband sehr dankbar, eine solche Unterstützung ist keineswegs selbstverständlich! Während meinem Aufenthalt hatte ich die Möglichkeit, viele top Rennpferde im Training zu reiten. Ich erhielt wertvolle Tipps, die mir helfen, mein Wissen über Training, Taktik und Rennstrategien zu erweitern. Der Rennstall liegt direkt neben der Galopprennbahn, was ich sehr geschätzt habe. Das «Rennbahnfeeling» ist jederzeit spürbar und trägt zur besonderen Atmosphäre im Stall bei. Der Rennstall von Philippe Decouz ist bekannt für seine exzellente Ausbildung und Betreuung von Rennpferden. In der malerischen Umgebung von Chantilly, einem Zentrum des französischen Galopprennsports, werden die Pferde mit modernsten Trainingsmethoden und viel Erfahrung auf grosse Rennen vorbereitet. Philippe Decouz und sein Team setzen auf eine Kombination aus traditionellem Wissen und innovativen Trainingsansätzen, um den Erfolg ihrer Pferde zu maximieren. Neben der Arbeit verbrachten wir viel Zeit zusammen. Die französische Sprache war anfangs gewöhnungsbedürftig, doch ich kam schnell damit zurecht. Es fasziniert mich, in der Welt herumzukommen und von verschiedenen Strategien und Philosophien der Trainer sowie der gesamten Rennsport-Community zu profitieren. Kein Tag gleicht dem anderen - die Flexibilität, die sportlichen Herausforderungen und die Möglichkeit, den eigenen Stil weiterzuentwickeln, begeistern mich. Pablo Werder
Konzept
Bericht Sophie Nikles Erfahrungsbericht: Mein Aufenthalt in einem französischen Rennstall in Chantilly Mein Aufenthalt in Chantilly bei Gavin Hernon, einem erfahrenen Trainer für Galopprennpferde, war eine prägende und einzigartige Erfahrung. Der Stall, in dem ich mitarbeiten durfte, beherbergte etwa 50 Pferde, die täglich mit viel Sorgfalt und Professionalität trainiert wurden. Von Beginn an war ich beeindruckt von der Organisation und Dynamik, die in einem französischen Rennstall herrscht, sowie von der Leidenschaft, die das Team rund um die Pferde ausstrahlte. Leben und Arbeit im Rennstall Chantilly, eine Hochburg des Galopprennsports, bietet eine Umgebung, die perfekt auf die Bedürfnisse des Trainings abgestimmt ist. Die weitläufigen Trainingsanlagen und die berühmte Rennbahn, eingebettet in die malerische Landschaft der Region, schaffen ideale Bedingungen. Die Tage begannen früh, und der gesamte Tagesablauf war darauf ausgerichtet, die Pferde optimal zu fördern. Jeder Trainingsschritt wurde genau geplant, von der Arbeit auf der Trainingsbahn bis hin zur Regeneration der Pferde. Besonders viel gelernt habe ich von Lisa, der Assistenztrainerin im Stall. Sie nahm sich immer Zeit, mir die Abläufe und Hintergründe der Trainingsmethoden zu erklären. Lisa hat mir gezeigt, wie man die Trainingsprogramme individuell auf die Bedürfnisse der Pferde abstimmt und worauf es in der Betreuung der jungen Galopper ankommt. Ihre Erfahrung und Geduld haben mir unglaublich geholfen, mich in die intensive Arbeit eines Rennstalls einzufinden. Lisa wurde in der Zeit meines Aufenthalts zu einer guten Freundin, die ich ganz sicher bald wieder besuchen werde. Ein grosser Unterschied zu meinen bisherigen Erfahrungen in der Schweiz war das Alter der Pferde. In Frankreich konzentriert sich der Rennsport vor allem auf junge Pferde, die oft schon im Alter von zwei Jahren an den Start gehen. Im Stall von Gavin Hernon waren die meisten Pferde zwischen einem und vier Jahren alt, was ein völlig anderes Arbeiten mit sich bringt. Diese jungen Pferde sind oft noch sehr unerfahren und benötigen nicht nur körperliches Training, sondern auch viel Aufmerksamkeit, um Vertrauen und Routine zu entwickeln. In der Schweiz hingegen sind Rennpferde oft älter, und die Rennen finden in einem weniger intensiven Rahmen statt. Moderne Trainingsmethoden Ein weiteres Highlight meines Aufenthalts war der Einsatz moderner Technologie während der Trainingsarbeit. Bei der schnellen Arbeit auf der Bahn wurden die Pferde mit GPS-Systemen getrackt, die präzise Daten wie Geschwindigkeit, Herzfrequenz und zurückgelegte Distanzen aufzeichneten. Diese Aufzeichnungen ermöglichen es dem Trainerteam, den Trainingsfortschritt jedes Pferdes detailliert zu analysieren und das Training entsprechend anzupassen. Ich war beeindruckt davon, wie sehr diese Technologie dabei hilft, die Gesundheit der Pferde zu überwachen und ihre Leistungsfähigkeit zu optimieren. Unterschiede zwischen der französischen und der schweizerischen Rennszene Ein zentraler Unterschied, den ich beobachten konnte, war die Grösse und Professionalität der französischen Pferderennszene im Vergleich zur Schweiz. Frankreich, insbesondere Chantilly, ist ein Zentrum des Galopprennsports mit einer jahrhundertelangen Tradition. Der Sport ist dort tief in der Kultur verankert und wird mit grosser Hingabe betrieben. Es gibt zahlreiche hochkarätige Rennveranstaltungen und Trainingsställe, während der Rennsport in der Schweiz eher als kleinerer, familiärer Nischensport gilt. Auch die wirtschaftliche Dimension des Rennsports ist in Frankreich deutlich grösser. Die jungen Pferde werden gezielt auf Leistung und Erfolg trainiert, da viele von ihnen bei Auktionen hohe Summen erzielen oder durch erfolgreiche Rennkarrieren für die Zucht wertvoll werden sollen. In der Schweiz hingegen ist der Rennsport weniger kommerzialisiert und mehr auf Hobby und Leidenschaft ausgelegt. Mein persönliches Fazit Mein Aufenthalt in Chantilly hat mir gezeigt, wie professionell und auf höchstem Niveau der Galopprennsport in Frankreich betrieben wird. Es war faszinierend, mit so jungen Pferden zu arbeiten und ihren Entwicklungsprozess hautnah mitzuerleben. Gleichzeitig habe ich viel über die Unterschiede zwischen dem französischen und schweizerischen Ansatz gelernt - und wie stark die jeweilige Kultur die Art des Rennsports prägt. Ich bin unglaublich dankbar für die Chance, Teil dieses Systems gewesen zu sein, und von einem Trainer wie Gavin Hernon und seiner Assistenztrainerin Lisa lernen zu dürfen. Der Einsatz moderner Technologien wie GPS-Tracking hat mir zusätzlich gezeigt, wie wissenschaftlich der Rennsport inzwischen betrieben wird. Der Aufenthalt hat nicht nur mein Wissen und meine Fähigkeiten erweitert, sondern auch meine Wertschätzung für die harte Arbeit und die Leidenschaft, die hinter jedem Rennen steckt, vertieft. Lisa und ich sind während meines Aufenthalts enge Freundinnen geworden, und ich freue mich schon darauf, sie bald wieder zu besuchen. Ich plane, zu einem der grossen Renntage in Frankreich zurückzukehren, um die einmalige Atmosphäre hautnah zu erleben - und um Lisa und das Team wiederzusehen. Erfahrungsbericht von Sophie Nikles
Bericht Latisha Huber Bericht über meinen Auslandsaufenthalt in Chantilly, Frankreich Mein Auslandsaufenthalt in Chantilly, Frankreich, war eine unvergessliche Erfahrung, die ich in vielerlei Hinsicht bereichern konnte. Ich hatte die Gelegenheit, intensiv in einem der Rennställe der Region, dem Rennstall Rulec, zu arbeiten und wertvolle Einblicke in die Welt des Pferdesports zu gewinnen. Während meines Aufenthalts von 2,5 Wochen konnte ich viele verschiedene Pferde reiten und sowohl mit jungen als auch mit älteren Pferden arbeiten. Besonders spannend war die Arbeit mit jungen Hengsten auf der Rennbahn von Chantilly. Dies war ohne Zweifel eines der Highlights meines Aufenthalts. Hier konnte ich nicht nur meine Technik verbessern, sondern auch die Feinheiten des Trainingsprozesses genauer kennenlernen. Zu meinem täglichen Arbeitsablauf gehörte das Reiten von 4-5 Pferden pro Tag. Morgens war ich im Stall tätig und half bei der Pflege der Pferde, dem Füttern und der Vorbereitung für das Training. Das Team im Stall war stets freundlich und hilfsbereit, was die Arbeit noch angenehmer machte. Ein weiterer Höhepunkt meiner Zeit in Frankreich war der Ausflug nach Deauville, bei dem ich ein siegreiches Pferd zum Rennen führte. Es war ein unglaubliches Gefühl, Teil des Teams zu sein, das den Erfolg dieses Pferdes ermöglichte. Ich hatte auch die Gelegenheit, mit einer breiten Palette von Pferden zu arbeiten - von jungen, unerfahrenen Tieren bis hin zu älteren, gut ausgebildeten Rennpferden. Ich ritt sowohl Hindernis- als auch Flachpferde, was mir ermöglichte, mein Können in verschiedenen Disziplinen zu erweitern. Leider war ich während meines gesamten Aufenthalts krank, was den Spaß an einigen Tagen trübte, aber trotz der gesundheitlichen Einschränkungen konnte ich viel lernen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Zusammenfassend war mein Auslandsaufenthalt in Chantilly eine bereichernde Zeit, in der ich sowohl fachlich als auch persönlich gewachsen bin. Ich habe viel über das Training und die Pflege von Rennpferden gelernt und bin dankbar für die Unterstützung des tollen Teams. Die Zeit in Chantilly hat mir gezeigt, wie viel Leidenschaft und Hingabe in diesem Sport steckt, und ich bin stolz darauf, Teil dieser Erfahrung gewesen zu sein. Ich danke noch Jacky Eble für die Hilfe beim Organisieren sowie dem SRV für die Unterstützung.